[...]

im Namen unserer Schulgemeinde begrüße ich Sie herzlich auf unserer Homepage. Hier können Sie sich umfassend über unsere Schule und unsere pädagogischen Schwerpunkte informieren.

Die Schulgründung erfolgte 2013 als Außenstelle der Max-Beckmann-Schule in einer Containeranlage auf dem Frankfurter Riedberg. Die neue Schule erhielt damals den Arbeitsnamen "Neue-Gymnasiale-Oberstufe", kurz NGO. Im Jahr 2017 wurde sie in die Eigenständigkeit überführt und seit 2018 findet der Unterricht in einem ehemaligen Bürogebäude in der Voltastraße 1a in Bockenheim statt. Parallel läuft die Planung eines Schulneubaus am endgültigen Standort, im Gallus-Viertel. Dieser wird in den „Bildungscampus Gallus“ integriert und voraussichtlich 2029 bezogen werden können. Die Stadt Frankfurt bereitet gegenwärtig die Auslobung eines europaweiten Architektenwettbewerbs vor.

Der Namensgeber unserer Schule ist die deutsche Politikerin und Journalistin Toni Sender (* 1888, † 1964). Sie war von 1919 bis 1924 Mitglied der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und von 1920 bis 1933 Mitglied des Reichstags. Sie gehörte der ersten Generation von Parlamentarierinnen in Deutschland an, die Frauenfragen in alle politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Diskussionen hineintrug. Nachdem sie mehrfach Ziel heftiger, dezidiert antijüdisch ausgerichteter Attacken durch Faschisten und Deutschnationale geworden war und diese schließlich sogar in offenen Morddrohungen gipfelten, ergriff sie am 5. März 1933, dem Tag der letzten Reichstagswahl vor der vollständigen Etablierung der NS-Diktatur, Hals über Kopf die Flucht, zunächst in die Tschechoslowakei und emigrierte dann in die USA. Sie wurde schließlich amerikanische Staatsbürgerin und setzte ihre politische Arbeit in verschiedenen UN-Gremien fort, z.B. in der UN-Menschenrechtskommission und in der Kommission für die Rechtsstellung der Frau.

Unser Schulkonzept nimmt besonderen Bezug zu der Schülerschaft eines Oberstufengymnasiums, die sich in erster Linie aus Schülerinnen und Schülern von Gesamtschulen ohne eigene Oberstufe und Realschulen zusammensetzt. Auf allen Ebenen unserer Schule spiegelt sich die Vielfalt der Gesellschaft wider. Dies empfinden wir als Bereicherung für das Zusammenleben und die Zusammenarbeit. Dabei ist unser vorrangiges Ziel, unsere Schülerschaft in drei Jahren auf das Landesabitur vorzubereiten und sie auf diesem Weg zu begleiten.

Wir arbeiten als Kollegium in Teamstrukturen. Dadurch können wir z.B. individuelle Begabungen schneller erkennen und der Kompetenzentwicklung besser Rechnung tragen. Die globalisierte Wissensgesellschaft wird unseren Schülerinnen und Schülern auch in der Zukunft viel Neues abverlangen. Wir geben ihnen an der Toni-Sender-Oberstufe das nötige Rüstzeug mit auf den Weg, das für ein lebenslanges Lernen erforderlich ist.

Mit unserem Konzept für die Einführungsphase gestalten wir den Übergang von der Mittelstufe in die Oberstufe fließend: Für die Qualifikationsphase wichtige Kompetenzen werden gefördert und weiterentwickelt. Die Vermittlung von Methoden zum Lernmanagement und die Entwicklung von Lernstrategien durch Lernberater in den Lernateliers unterstützen diesen Prozess dabei ebenso wie unser Beratungskonzept.

In der Qualifikationsphase liegt unser Augenmerk neben der Abiturvorbereitung auch auf der Berufs- und Studienorientierung. Die Arbeit in den von uns so genannten Profilen, die aus je drei Unterrichtsfächern gebildet werden, dient der Stärkung eines fächerübergreifenden und fächerverbindenden Unterrichtens. Zudem trägt die Einbindung außerschulischer Kooperationspartner sowohl zur Berufs- und Studienorientierung als auch zur Förderung eines vernetzten interdisziplinären Denkens bei.

Genauere Informationen zu den von mir oben genannten Schwerpunkten erhalten Sie beim Stöbern auf der Homepage. Gerne informieren wir Sie auf unserem Tag der offenen Tür. Bitte wenden Sie sich bei Fragen auch direkt an uns.

Marcus Bohnenberger
Februar 2022