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Schreibwerkstatt Politik [PoWi-LK Q2, BAR]

IMG 20190205 1309524 AUSWAHL 1„Verfassen Sie eine schriftliche Ausarbeitung zu einer selbst gewählten Fragestellung!" ist in etwa die Kurzform dessen, was jeder Jahrgang der Q2 im Anschluss an das 14tägige Berufspraktikum Ende Januar als Klausurersatzleistung im Fach Politik und Wirtschaft zu erstellen hat. Eine eigene Frage, eigene Recherchen, eigene Ausführung? Klingt erst mal nicht so schwierig, ist es aber. Schreiben erfordert in der Oberstufe ein hohes wissenschaftliches Reflexionsniveau.
„Von der Idee zum Text" beschreibt das Angebot der Schreibwerkstatt von Martha Boeglin (www.scriptoria.org), das mit dem Leistungskurs 2 Politik und Wirtschaft der Q2 (Bauer) am 4. und 5. Februar 2019 in der NGO stattfand.

 

Die SchülerInnen lernten den Prozess des wissenschaftlichen Schreibens in seinen Einzelteilen kennen: Freewriting zum Überwinden von Schreibblockaden und zum Ent-Decken eigener Schwerpunkte, Clustering zum Entfalten einer komplexen Idee, Schnellschreiben – Elfchen – Schnellschreiben zum strukturierten Fokussieren, Briefe schreiben, um eine Idee verständlich vorzustellen. Vermeintlich Selbstverständliches wurde ebenfalls hinterfragt – was  (neben der formalen Struktur Subjekt-Prädikat-Objekt im Deutschen) zeichnet eigentlich einen Satz aus? Was einen Absatz? Welche Rolle spielen Adjektive und Adverbien in einem wissenschaftlichen Text? Übungen des zweitätigen Workshops, die üblicherweise mit Promovierenden durchgeführt werden, konnten hier von SchülerInnen ausprobiert werden, um sie für den Praktikumsbericht, dessen Abgabe in Kürze ansteht, anzuwenden.

„Schreiben lernen" ist auch über das Verfassen des Praktikumsberichts im Powi-Unterricht hinaus von Bedeutung: Was zeichnet eigentlich ein eigenständiges und fachlich begründetes Urteil aus? Die Urteilsfähigkeit ist ein zentrales Ziel demokratischer Bildung und wird in den Klausuren praktisch aller Fächer geprüft.