slide 1
slide 2
slide 3
slide 4

Vortrag und Diskussion mit jungen israelischen KriegsdienstverweigerInnen

Frieden im Nahen Osten?

Am 9. November besuchten zwei Kriegsdienstverweigerer aus Israel die Neue-Gymnasiale-Oberstufe am Riedberg in Frankfurt am Main.

Der schon lang anhaltende Krieg zwischen Israel und Palästina ist immer noch ein heikles Thema in den Medien und war auch das Hauptthema der Veranstaltungsreihe „Aktiv gegen Krieg und Militarisierung", veranstaltet von der Deutschen Friedensgesellschaft und den Vereinigten KriegsdienstgergnerInnen.

Ziel der Veranstaltung war es die Schüler auf die politische Lage und die Lebensumstände im Nahen Osten aufmerksam zu machen und Einblick zu gewähren. Dazu erklärten sich zwei israelische Kriegsdienstverweigerer Tair Kaminer und Yaron Kaplan bereit, die den Schülern ihre Sichtweise und Erfahrungen schilderten.

Nach einer freundlichen Begrüßung gab es für die Schüler einen kurzen Film, welcher grundlegende Einblicke vermittelte. Daraufhin schilderte die 18-Jährige Tair auf Englisch ihre Kindheit in Israel und ihre politische Einstellung zum Krieg. Dabei wies Sie auf die Schäden hin, welche die israelische, aber auch die palästinensische Gesellschaft davon trage, und darauf, dass man weit von einer Demokratie entfernt sei, solange kriegerische Auseinandersetzungen existierten.

Der 21-Jährige Yaron erzählte von seinem zweijährigen israelischen Militärdienst, und dass er dadurch zu lebensverändernden Erkenntnisse gelangt sei, die ihn dazu bewegt hätten, jede weitere Dienstableistung zu verweigern. Spannend war auch sein Bericht über seine Kindheitserfahrungen in Israel, dem Schüler und Lehrer aufmerksam zu hörten.

Besonders beeindruckt waren die Schüler über seine Erfahrungen in seiner Gefangenschaft in einem Militärgefängnis aufgrund der Kriegsdienstverweigerung.

Insgesamt zeigten sich die beiden jungen Israelis zur Verwunderung der Schüler und Lehrer sehr kritisch gegenüber ihrem eigenen Staat und gingen soweit, dass sie die Meinung vertraten, dass man den PalistinenserInnen die Hand entgegen strecken müsse, um die Gewalt zu durchbrechen. Gleichzeitig äußerten Sie ihre Liebe zu ihrem Land und den Wunsch nach Frieden, Wohlstand und Sicherheit. Um den Krieg zu beenden, müsse versucht werden, eine friedliche Lösung zu finden mit der sich sowohl Palästina als auch Israel zufrieden geben könne.

Nach einer anschließenden Fragerunde, in der die Schüler ihre individuellen Fragen beantwortet bekamen, neigte sich die Veranstaltung ihrem Ende zu.

Unter Applaus gab es dann auch Geschenke für die beiden Kriegsverweigerer, die sich extra für die Schüler Zeit genommen  hatten, um diese aufzuklären und ihren Weg zum Frieden im Nahen Osten zu vermitteln. Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa ließ man den Tag genüsslich ausklingen.

Von Anton Lehmacher und Nicole Kievmann, 13 E