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Die SV bildet sich weiter – SV-Seminar in Heppenheim

Am Donnerstag, dem 31. Januar 2019, veranstaltete das Haus am Maiberg in Heppenheim ein SV-Seminar für unseren Schülervertretungs-Vorstand unter Begleitung und Mitarbeit unserer beiden Verbindungslehrer. Ziel war es, die bisherige gemeinsame Arbeit zu reflektieren, neue Ideen zu sammeln und Konzepte für die zukünftige SV-Arbeit zu entwickeln.


 

Noch reichlich müde trafen sich die Jahrgangssprecherinnen der Q3 (Annabell, Christine) und die Schulsprecher (Jasper, Sohaila und Ben) sowie die Verbindungslehrerin Christiane Köhler um 7:50 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof, um gemeinsam nach Heppenheim zu fahren. Der siebte im Bunde, Verbindungslehrer Ralph Blasche, sollte direkt am Veranstaltungsort zur Gruppe treffen. In Heppenheim angekommen, wartete ein Kleinbus für den Transfer zum Haus am Maiberg, dass Seminare für soziale und politische Bildung veranstaltet. Kurz nach 9 Uhr traf die Gruppe im Tagungsgebäude ein, wo Herr Blasche bereits wartete. Gemeinsam stärkte man sich mit Kaffee, Kakao und Keksen. Um 09:30 Uhr begann das Tagungsprogramm mit dem Jugendbildungsreferenten Alexander Mack. Los ging es mit einer Kennenlernrunde, dann stellte Alexander Mack den Anwesenden das geplante Programm vor. Zentrale Punkte waren: Meine Motivation in der SV und im Seminar, Ich in der SV, Inputs zur SV-Arbeit und die Mini-Zukunftswerkstatt mit Kritik, Wünschen und Planung zur künftigen SV-Arbeit.

Das ‚Warmlaufen’ begann mit Erwartungen und Befürchtungen für den bevorstehenden Tag. In puncto Erwartungen waren sich die Beteiligten einig. Man wollte mehr über die Schülervertretung lernen, welche Rechte man hat und erhoffte sich Tipps dafür, wie man Ziele durchsetzen kann. Die Befürchtungen hingegen waren sehr individuell von: „Ich fürchte, dass der Tag uns nicht weiterbringt“, über „Hoffentlich werden wir nicht eingeschneit und stecken in Heppenheim fest“ bis zu „Hoffentlich verliere ich im Laufe des Tages nicht die Konzentration“. Trotz dieser sehr unterschiedlichen Sorgen merkte man dem Team aber an, dass es hoch motiviert war. Anschließend wurde abgefragt, warum sich die Einzelnen in der SV engagieren und welche Ziele sie verfolgen. Hier wurden Punkte genannt wie: „Interessen und Meinungen der Schüler vertreten“ oder „aktiv an der Schulgemeinschaft mitwirken“. Ab 10:15 Uhr ging es dann in die ‚heiße‘ Phase des Seminars mit Inputs zur SV-Arbeit. Hier wurden Rechte und Pflichten der Schülervertretung sowie folgende Fragestellungen vertieft: „Bei welchen Konferenzen dürfen wir anwesend sein? Dürfen wir uns dort selbst einbringen oder bloß zuhören? Wer sind unsere Ansprechpartner? Wie kann man eine gute Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern schaffen? Wie demokratisch ist die Schule wirklich? Können wir die Meinung und Interessen der Mehrheit der Schüler erfassen und vertreten?“ Dazu wurden der Gruppe Textauszüge mit wichtigen Informationen zur Verfügung gestellt.


Der wichtigste Tagungsordnungspunkt folgte dann nach der Mittagspause in der sogenannten „Mini-Zukunftswerkstatt“. Hier wurden zunächst konkrete Kritikpunkte in Hinblick auf die SV-Arbeit und die Schule im Allgemeinen gesammelt. Zum Beispiel wurden Schülerbeschwerden im Hinblick auf sehr unterschiedliche Unterrichtsqualitäten besprochen. Außerdem wurde herausgearbeitet, an welchen Stellen die Kommunikation von SV und Schülern verbesserungswürdig ist. Das fehlende warme Mittagessen, die vielen Freistunden, der stark beschränkte Zugang zur Mediothek und die fehlende Sauberkeit in den Toiletten wurde ebenfalls bemängelt. Auf Basis dieser Punkte wurden konkrete Maßnahmen besprochen. In puncto verbesserungswürdige Kommunikation wurde ein Beschwerdebriefkasten für die Schüler angeregt. Außerdem könnte nach jeder SV-Vorstands-Sitzung eine Mail mit den besprochenen Themen an alle Klassensprecher der Schule versendet werden. So könnte sichergestellt werden, dass sie die Punkte in der nächsten Tutorenstunde mit der Klasse besprechen. Angedacht sind außerdem Schülerumfragen, um wichtige Kritikpunkte und Anregungen zu erfahren. Näheres hierzu und allen weiteren Kritikpunkten soll in der nächsten SV-Sitzung besprochen werden.

In der abschließenden Auswertungsrunde wurden alle Teilnehmer aufgefordert, das Seminar für sich zu bewerten. Der Tenor war hierbei, dass die Veranstaltung alle Beteiligten weitergebracht hat. Als wichtige Erkenntnis wurde insbesondere genannt, dass die SV weit mehr Rechte hat, an Versammlungen und diversen Konferenzen teilzunehmen, als ihr bisher konkret bewusst war. Mit diesen Eindrücken endete das SV-Seminar. In größter Eile begaben sich alle Beteiligten zum Bahnhof Heppenheim, um nicht den geplanten Zug zu verpassen und um 17:30 Uhr erreichte die Gruppe dann wieder den Hauptbahnhof Frankfurt.

Verfasserin des Berichts: Sohaila Fahimy (Schulsprecher_innen-Team)
Projektorganisation: Ralph Blasche (Verbindungslehrer)